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Wien (OTS) - Wer wir sind und wer wir sein wollen, zeigt sich in unserem Alltag in vielen Facetten – bei Lieblingsspielsachen, der Kleidungswahl, dem persönlichen Auftreten, bei der Wahl von Hobbies, Ausbildung, Studium und Beruf sowie in den Beziehungen zu unseren Mitmenschen. Ergotherapeut*innen unterstützen Menschen dabei, ihr Recht auf Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe wahrzunehmen.

„Gehöre dazu. Sei du selbst.“ Der Weltverband der Ergotherapeut*innen (WFOT) rückt mit dem Motto „Belong. Be you“ – „Gehöre dazu. Sei du selbst.“ anlässlich des Welttags der Ergotherapie, der alljährlich am 27. Oktober stattfindet, die Sicht der Ergotherapie auf den Menschen als handelndes Individuum in den Fokus. Aus ergotherapeutischer Perspektive ist jeder Mensch einzigartig „in der Art, wie er kulturelle, soziale, psychologische, biologische, finanzielle, politische und spirituelle Elemente in seiner Betätigung und Partizipation in der Gesellschaft dynamisch miteinander verbindet“ (WFOT, 2010). In der Ergotherapie steht der Mensch mit seinen Werten, Ressourcen, Betätigungswünschen und Handlungsrollen im Fokus. Dazuzugehören und frau*man selbst sein zu dürfen, gibt Sicherheit und ist ein essentielles Element für unsere Gesundheit.

Ihr Alltag – unsere Kompetenz. Ergotherapeut*innen unterstützen dabei, die eigene Gesundheit im individuellen Alltag zu verbessern und gesundheitsschädigende Faktoren zu erkennen und zu vermeiden. Der Fokus der Ergotherapie liegt neben Handlungsfähigkeit und Teilhabe auch auf einer Verbesserung bzw. Erhaltung der individuellen Lebensqualität einer Person. Hierfür ist u.a. ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Erwerbstätigkeit, Handlungsrollen, Alltagsroutine, bedeutungsvollen Betätigungen und Erholung notwendig. Zusätzlich spielt die Gestaltung der Umwelt eine zentrale Rolle, denn eine gezielt angepasste Umwelt ermöglicht und erleichtert Handlungen und kann gesundheitsfördernd wirken. „Nur, wenn wir die menschliche Vielfalt in ...
Quelle: OTS0006, 25. Okt. 2021, 08:00

Wien (OTS) - (08. Oktober 2021) Kindergarten, Schule, Konzertbesuch, Theateraufführungen, wöchentliches Tennisspiel, Yogakurs, Treffen mit Freund*innen im Lieblingslokal, unsere Arbeit – wie wichtig bedeutungsvolle Betätigungen für unsere (seelische) Gesundheit sind, merken wir in der Regel erst dann, wenn diese Betätigungen abrupt aus unserem Alltag wegbrechen.

Tag der Seelischen Gesundheit. Am 10. Oktober ist „World Mental Health Day“ und weltweit wird die Bedeutung der seelischen Gesundheit in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Durch die COVID-19 Pandemie wurde deutlich, was für Ergotherapeut*innen ein essentielles Element ihrer Arbeit ist: nicht nur finanzielle Ängste, existentielle Sorgen und Erkrankungen haben einen negativen Einfluss auf unsere psychische Gesundheit. Der Wegfall von Alltagsstrukturen, Handlungsrollen und bedeutungsvollen Betätigungen führt ebenfalls zu einer starken psychischen Belastung.

Die Wirkung von bedeutungsvoller Betätigung. Ergotherapeut*innen sind davon überzeugt, dass „tätig sein“ ein menschliches Grundbedürfnis ist und eine heilende Wirkung hat. Sie unterstützen Menschen dabei, die Dinge zu tun, die sie in ihrem täglichen Leben und über ihre gesamte Lebensspanne hinweg tun wollen und müssen. Unabhängig davon, ob eine Person aufgrund einer körperlichen oder seelischen Belastung nicht in der Lage ist, den bedeutungsvollen Betätigungen im Alltag nachzugehen, wenden Ergotherapeut*innen immer einen ganzheitlichen Ansatz an, um die Umwelt und Betätigung individuell an die Fähigkeiten bzw. den Alltag und die Wünsche der betreffenden Person anzupassen. „Die Stärke der Ergotherapie liegt darin, dass das Problem eines*einer Patient*in von drei unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet wird“, erklärt Christina Wagner, Ergotherapeutin und Mitglied des Beirates für psychosoziale Gesundheit, eine der Kernkompetenzen der Ergotherapie. „Ergotherapeut*innen sind in der Lage, sowohl die Umwelt des*der Patient*in, die Betätigungen ...
Quelle: OTS0008, 8. Okt. 2021, 07:00

Wien (OTS) - Am heutigen Welt-Alzheimertag geht es darum, Bewusstsein zu schaffen und die Öffentlichkeit zu sensibilisieren. Dabei darf ein essentieller Punkt keinesfalls vergessen werden: die Personen selbst zu Wort kommen zu lassen – denn sie sind die wahren Expert*innen ihres Alltags mit ihrer Erkrankung.

Der Mensch im Mittelpunkt. „Demenz ist ein großes, mächtiges, Angst einflößendes Wort, ohne über meine Erkrankung etwas Konkretes auszusagen.“ beginnt Angela Pototschnigg, Mitglied der European Working Group of People with Dementia (EWGPWD), Selbstvertreterin und Peer-to-Peer Beraterin bei Alzheimer Austria ihr Statement. „Es bezeichnet uns als vom Geist entfernt - wie diskriminierend und beschämend! Ich lege Wert auf einen achtsamen Umgang mit uns, dazu gehört auch, wie andere mit und über uns sprechen. Führen wir nicht Krieg, denn die Krankheit zu besiegen wird uns wohl nicht gelingen, sondern lernen wir, gut miteinander umzugehen.“ In diesem Appell findet sich ein wesentliches Element der Ergotherapie wieder: gemeinsam mit den Patient*innen und deren Angehörigen einen Weg für den veränderten Alltag finden.

Ergotherapie bei Demenz. Aufgrund einer Demenzerkrankung können alltägliche Aktivitäten wie die Morgenroutine im Bad, das Einkaufen, der Umgang mit Geld, die Freizeitgestaltung und das Bedienen von Alltagstechniken wie Telefon, Handy, Heizung, Gegensprechanlage, etc. schwierig werden. Weitere Indikationen für die Ergotherapie können sein, wenn sich eine Person sehr zurückzieht und Einladungen vermieden, Treffen von Gruppen oder Veranstaltungen nicht mehr besucht werden und die Person unbeteiligt wirkt. Unabhängig von den Gründen für die Zuweisung zur Ergotherapie steht in der Ergotherapie immer der Mensch in seiner individuellen Situation, mit seinen persönlichen Wünschen, Bedürfnissen und Handlungsrollen im Mittelpunkt. Einen wichtigen Bestandteil der Ergotherapie stellt auch die Arbeit mit Angehörigen und anderen Bezugspersonen dar. Dazu gehören u. ...
Quelle: OTS0010, 21. Sep. 2021, 08:00

"[...] Prognosen gehen davon aus, dass sich österreichweit die Zahl Demenzkranker bis 2050 verdreifachen wird. Das gilt auch für Vorarlberg, wo derzeit etwa 6.000 Menschen mit einer demenziellen Entwicklung diagnostiziert sind. Die meisten von ihnen werden zu Hause von Angehörigen betreut und gepflegt. [...]"

Die gesamte Pressemeldung finden Sie unter dem nachfolgenden Link: ...
Quelle: Landespressestelle Vorarlberg presse@vorarlberg.at 20.9.2021

LR Eichtinger: Erstes grenzüberschreitendes Gesundheitszentrum Europas

St. Pölten (OTS/NLK) - Im Oktober öffnet das erste grenzüberschreitende Gesundheitszentrum in Europa: das Healthacross Gesundheitszentrum Gmünd. Hier werden neben zahlreichen weiteren Gesundheitsberufen ein Kinderarzt, eine Hebamme, Ergotherapeutinnen und - therapeuten, Physiotherapeutinnen und -therapeuten sowie ein Shiatsu- Masseur und Personaltrainer arbeiten.

„Im Oktober eröffnen wir ein außergewöhnliches Leuchtturm-Projekt an der Grenze zu Tschechien: Das Healthacross Gesundheitszentrum Gmünd ist das erste grenzüberschreitende Gesundheitszentrum Europas. Ärztinnen und Ärzte sowie eine Vielzahl an Gesundheitsberufen aus Österreich als auch aus Tschechien werden hier ein umfangreiches Angebot an medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Leistungen anbieten“, betont Landesrat Martin Eichtinger.

„In der heutigen Zeit ist es schwer, einen Kinderfacharzt zu bekommen. Daher freut es uns sehr, dass wir Dr. Andreas Helfert gewinnen konnten – umso mehr noch, weil Dr. Helfert ein umfangreiches Leistungsspektrum bietet“, freut sich Bürgermeisterin Helga Rosenmayer. Ultraschall, Kinderurologie, Allergologie, Mutter-Kind-Passuntersuchungen, Entwicklungs- und Sozialpädiatrie zählen zu den Schwerpunkten des Facharztes für Kinder- und Jugendheilkunde. Helfert arbeitet seit Jahren mit diversen Organisationen und Professionisten in der Region zusammen, einige davon werden ebenfalls im Zentrum vertreten sein. Die Mutter-Eltern-Beratung wird in seinen neuen Räumlichkeiten stattfinden.

„Die Leistungen eines Kinderfacharztes anbieten zu können ist bereits ein Meilenstein. Gesteigert wird dies noch damit, dass wir ein Eltern-Kinderzentrum mit Fachleuten auf ihrem Gebiet erschaffen konnten“, ist Gesundheitszentrumsmanager Manfred Mayer begeistert. Mit dabei sind Hebamme Ulrike Schuster, die unter anderem Co-Autorin des im GU-Verlages erschienen Buches „300 Fragen zur Geburt“ ist (Schwangerschaftsbetreuung, ...
Quelle: OTS0075, 17. Aug. 2021, 13:45

Jugendhilfe: Begleitung in Norwegen oder Deutschland bis 24 Jahre. Und: 60.000 Kinder brauchen leistbare und verfügbare Therapieplätze

Wien (OTS) - „Jugendliche mit schwieriger Lebensgeschichte brauchen Begleitung über das 18. Lebensjahr hinaus“, macht die Diakonie auf ein Anliegen aufmerksam, das gerade in der Corona Zeit wichtiger denn je geworden ist. „Wir wissen aus anderen europäischen Ländern, dass diese längere Begleitung stark präventiv wirkt und Abstürzen vorbeugt“, fordert Diakonie-Sozialexperte Martin Schenk, selbst Psychologe, das Jugendministerium auf, einen österreichweiten Plan vorzulegen: „Die Jugendhilfe auszubauen, steht im Regierungsprogramm. Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt, dieses Vorhaben auch umzusetzen. Damit jedes Kind gut aufwachsen kann“.

Jugendhilfe bis zum 24.Lebensjahr

„Diese jungen Erwachsenen tragen ein erhöhtes Risiko, an den Hürden des Erwachsenwerdens zu scheitern“, gibt Schenk zu bedenken. "Das hat negative Folgen für die Gesundheit, den Arbeitsplatz und die soziale Sicherheit". Aktuell werden in Österreich aber nur ein geringer Teil der Maßnahmen der „vollen Erziehung“ der Jugendhilfe nach dem 18. Geburtstag verlängert. Die Zahlen schwanken noch dazu von Bundesland zu Bundesland.
Die Diskriminierung der sogenannten „Care Leaver“ ist kein österreichspezifisches Problem, doch in anderen Ländern hat man bereits reagiert: In Norwegen geht die staatliche Unterstützung bis zum Alter von 24 Jahren. In Deutschland können die Maßnahmen der Kinder- und Jugendhilfe bis 26 Jahren verlängert werden, bis 21 kann man neu in eine Unterstützung hineinkommen. In Großbritannien muss zwei Jahre nach Beendigung der Maßnahme der Jugendliche aktiv kontaktiert werden, um zu sehen, ob Unterstützungsbedarf besteht.

Therapielücke schließen

„60.000 Kinder erhalten in Österreich nicht die für sie notwendigen Therapien. Es gibt zu wenig kostenfreie Therapieplätze oder elendslange Wartezeiten“, erinnert Martin Schenk an ein seit Jahren bestehendes Problem. ...
Quelle: OTS0077, 12. Aug. 2021, 10:53

Politik hat durch das Ignorieren von Appellen für bessere Rahmenbedingungen schlechtere Startbedingungen für die Bildungslaufbahn von Kindern zu verantworten

Wien (OTS) - Eine Studie der Pädagogischen Hochschule (PH) Wien und des Netzwerks Elementare Bildung (NEBÖ) unterstreicht, worauf private Kindergartenträgerorganisationen seit Jahren hinweisen: den Personalmangel im Kindergarten. Was sich bereits in den letzten Jahren abzeichnete und mehrfach von Expert*innen kritisiert wurde, hat die Corona-Pandemie nun massiv verschärft.

1% vom BIP für die Elementarpädagogik

Der Fachkraft-Kind-Schlüssel, der zentrale Faktor einer guten frühkindlichen Bildung, hat sich seit Jahrzehnten nicht verändert und fällt uns in der Pandemie auf den Kopf. In kleineren Gruppen und mit mehr Personal könnten Kinder ihrer individuellen Entwicklung entsprechend begleitet und unterstützt werden und in Krisenzeiten könnte der Betrieb besser und sicherer gestaltet werden.

Mitarbeiter*innen sind nun u.a. auch aufgrund zusätzlicher Einschränkungen, Auflagen und Verordnungen müde oder unzufrieden. Fehlende Ressourcen, wenig Wertschätzung und unzureichende Arbeitsbedingungen werden seit Jahren für das Ausscheiden aus dem Berufsfeld genannt. Daher fordert die Träger*inneninitiative Elementare Bildung Wien: Mehr fundiert ausgebildete Pädagog*innen, einen besseren Fachkraft-Kind-Schlüssel, kleinere Gruppen, ein österreichweit einheitliches Bundesrahmengesetz, mehr qualifiziertes Zusatzpersonal aus verschiedenen Fachbereichen (Sonderkindergartenpädagogik, Logopädie, Ergotherapie, Psychologie, Sozialarbeit etc.) sowie eine sofortige Ausbildungsoffensive (nur rund 25 Prozent der Absolvent*innen bleiben im Beruf).

Dazu braucht es 1% vom BIP (derzeit 0,64%) für die Elementarpädagogik, damit sowohl in den öffentlichen als auch den qualitativen privaten Trägern mit einheitlich hohen Qualitätsstandards gearbeitet werden kann.

Testpflicht für alle und Lutschertests

Vom Personal wurde in den letzten 1,5 Jahren enorm viel verlangt und erwartet. ...
Quelle: OTS0095, 2. Aug. 2021, 15:26

Wien (OTS) - „Ergotherapeut*innen in der Forensik sehen sich vor allem als Wegbereiter*innen für die Teilhabe an bedeutungsvoller Betätigung. Prinzipiell herrscht im Gefängnis Arbeitspflicht, von der jedoch viele Untergebrachte ausgeschlossen sind. Gleichzeitig hat Betätigung im Gefängnis einen sehr hohen Stellenwert. Sie schafft eine finanzielle Basis, ermöglicht Teilhabe am sozialen Leben, strukturiert den Tag und stabilisiert den oft brüchigen Selbstwert. Bedeutungsvolle Betätigung ist ein wichtiger prosozialer Faktor und verringert die Wahrscheinlichkeit für einen Rückfall in ein weiteres Delikt.“

Mit diesen Worten gibt ein Ergotherapeut aus Wien einen Einblick in die ergotherapeutische Arbeit im Maßnahmenvollzug. Anlässlich des Welttags der Internationalen Strafjustiz (International Criminal Justice Day) am 17. Juli 2021 möchte Ergotherapie Austria, Bundesverband der Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten Österreichs, einen wichtigen Fachbereich der Ergotherapie vorstellen.

In Österreich arbeiten Ergotherapeuten*innen in Institutionen des Maßnahmenvollzugs mit delinquenten Klient*innen, die nach § 429,4 (StPO), § 21,1 (StGB) und nach § 21,2 (StGB) untergebracht sind, bzw. mit Klient*innen, die nach § 46 (StGB) nachbetreut werden. Zu diesen Institutionen zählen u.a. Justizanstalten, psychiatrische Krankenhäuser mit forensischen Abteilungen, sowie forensische Nachbetreuungseinrichtungen.

Die Ergotherapie in der Forensik leistet innerhalb eines multidisziplinären forensischen Teams einen wichtigen Beitrag, delinquentes bzw. kriminogenes Verhalten der Untergebrachten im Alltag wahrzunehmen, einzuschätzen und zu bearbeiten, um daraus dauerhaftes prosoziales Verhalten zu etablieren. Im Fokus der Ergotherapie stehen dabei z.B. die Verbesserung der eigenverantwortlichen Handlungsfähigkeit und Selbständigkeit im Lebens- bzw. Haftalltag des*der Klient*in, das Erlernen von basalen Gruppenfähigkeiten, die Arbeit an einem realistischen Selbstbild, das ...
Quelle: OTS0021, 16. Juli 2021, 09:00

Wien (OTS) - Aus Sicht der Ergotherapie ist der Mensch ein einzigartiges Individuum, das in seinem Wert und seiner Würde unantastbar ist und ein Recht auf Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe hat. Diese Rechte sind, unabhängig von der persönlichen Geschlechtsidentität und sexuellen Orientierung, für alle Menschen gleich zu wahren und zu schützen. Ergotherapie Austria positioniert sich klar für die Anerkennung und Wertschätzung von Diversität und Gerechtigkeit für LGBTIQ*Personen.

Wer wir sind und wer wir sein wollen, zeigt sich in unserem Alltag in vielen Lebensbereichen, wie bei der Kleidung und dem persönlichen Auftreten, in der Ausbildung, dem Beruf, bei der Wahl von Hobbies und in Beziehungen mit Mitmenschen. Was für Menschen, die dem heteronormativen Gesellschaftsbild entsprechen, selbstverständlich ist, ist für viele LGBTIQ* Personen ein harter Kampf und oftmals lebenslang ein unerfüllter Wunsch.

In der Ergotherapie steht der Mensch mit seinen Werten, Ressourcen, Betätigungswünschen und Handlungsrollen – unabhängig von der individuellen Geschlechtsidentität und sexueller Orientierung – im Fokus. Dies wird so auch von Ergotherapeut*innen vermittelt und gelebt. Aus ergotherapeutischer Perspektive ist jeder Mensch einzigartig „in der Art, wie er kulturelle, soziale, psychologische, biologische, finanzielle, politische und spirituelle Elemente in seiner Betätigung und Partizipation in der Gesellschaft dynamisch miteinander verbindet“ (WFOT, 2010).

Für Marion Hackl, Präsidentin von Ergotherapie Austria, ist es für die Gesundheit, Chancengerechtigkeit und Teilhabemöglichkeit aller Menschen essentiell, dass die Menschenrechte entsprechend dem Grundsatz der sogenannten Yogyakarta-Prinzipien gesehen und gewahrt werden: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten. Die Menschenrechte sind universell, unteilbar und bedingen einander. Die sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität sind Teil der Würde und des Daseins eines ...
Quelle: OTS0009, 23. Juni 2021, 06:00

Wien (OTS) - 08. Mai 2021 - Ergotherapie Austria, Bundesverband der Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten Österreichs, wünscht allen Teilnehmer*innen des morgigen „Wings For Life World Run“ einen erfolgreichen Lauf. Die österreichischen Ergotherapeut*innen drücken gemeinsam mit den Teilnehmer*innen dieser weltweiten Veranstaltung Solidarität mit Menschen mit Rückenmarksverletzungen und deren Bezugspersonen aus und unterstützen die umfassende Erforschung von Heilungsmethoden.

Anziehen, Zähneputzen, Schminken, mit der Familie frühstücken, mit dem Bus zum Einkaufen fahren, als Schülerin dem Schulalltag beiwohnen, als Arbeitnehmer wieder den Beruf auszuüben oder die Möglichkeit, ein geliebtes Hobby wie Gartenarbeit wieder aufzugreifen sind nur einige Beispiele für bedeutungsvolle Betätigungen, die als Ziele in der Ergotherapie erarbeitet werden.

Der Einsatz von Hilfsmitteln, wie Schienen und Rollstühle, sowie das gezielte Training mit den Hilfsmitteln im Alltag ist hierbei ein zentraler Bestandteil der Ergotherapie. Neben der Hilfsmittelversorgung fällt auch die Analyse und Anpassung der Wohnumgebung und des Arbeitsplatzes in den Tätigkeitsbereich der Ergotherapie.

Neben dem Einsatz von Alltagsaktivitäten werden in der Ergotherapie in der Akutphase auch Lagerungstechniken und Muskeltraining gezielt eingesetzt, um verschiedene Greifmöglichkeiten der Finger bzw. Hände wieder anzubahnen. Die Erarbeitung der sogenannten Funktionshand ist ein wesentlicher Schritt für Menschen mit einer Rückenmarksverletzung auf dem Weg zur größtmöglichen Selbstständigkeit und Teilhabe. Auch zu einem späteren Zeitpunkt stehen die individuellen Betätigungen der Patient*innen im Mittelpunkt, um die Selbstständigkeit und Handlungsfähigkeit der Patient*innen im Alltag zu verbessern und zu erhalten.

In Österreich arbeiten Ergotherapeut*innen in Krankenhäusern, Rehabilitationszentren und in freier Praxis mit Menschen mit Rückenmarksverletzungen.

Rückfragen & Kontakt:

Marion Hackl, Präsidentin Ergotherapie Austria
E‐Mail: m. ...
Quelle: OTS0002, 8. Mai 2021, 07:00

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