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Wien (OTS) - 08. Mai 2021 - Ergotherapie Austria, Bundesverband der Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten Österreichs, wünscht allen Teilnehmer*innen des morgigen „Wings For Life World Run“ einen erfolgreichen Lauf. Die österreichischen Ergotherapeut*innen drücken gemeinsam mit den Teilnehmer*innen dieser weltweiten Veranstaltung Solidarität mit Menschen mit Rückenmarksverletzungen und deren Bezugspersonen aus und unterstützen die umfassende Erforschung von Heilungsmethoden.

Anziehen, Zähneputzen, Schminken, mit der Familie frühstücken, mit dem Bus zum Einkaufen fahren, als Schülerin dem Schulalltag beiwohnen, als Arbeitnehmer wieder den Beruf auszuüben oder die Möglichkeit, ein geliebtes Hobby wie Gartenarbeit wieder aufzugreifen sind nur einige Beispiele für bedeutungsvolle Betätigungen, die als Ziele in der Ergotherapie erarbeitet werden.

Der Einsatz von Hilfsmitteln, wie Schienen und Rollstühle, sowie das gezielte Training mit den Hilfsmitteln im Alltag ist hierbei ein zentraler Bestandteil der Ergotherapie. Neben der Hilfsmittelversorgung fällt auch die Analyse und Anpassung der Wohnumgebung und des Arbeitsplatzes in den Tätigkeitsbereich der Ergotherapie.

Neben dem Einsatz von Alltagsaktivitäten werden in der Ergotherapie in der Akutphase auch Lagerungstechniken und Muskeltraining gezielt eingesetzt, um verschiedene Greifmöglichkeiten der Finger bzw. Hände wieder anzubahnen. Die Erarbeitung der sogenannten Funktionshand ist ein wesentlicher Schritt für Menschen mit einer Rückenmarksverletzung auf dem Weg zur größtmöglichen Selbstständigkeit und Teilhabe. Auch zu einem späteren Zeitpunkt stehen die individuellen Betätigungen der Patient*innen im Mittelpunkt, um die Selbstständigkeit und Handlungsfähigkeit der Patient*innen im Alltag zu verbessern und zu erhalten.

In Österreich arbeiten Ergotherapeut*innen in Krankenhäusern, Rehabilitationszentren und in freier Praxis mit Menschen mit Rückenmarksverletzungen.

Rückfragen & Kontakt:

Marion Hackl, Präsidentin Ergotherapie Austria
E‐Mail: m. ...
Quelle: OTS0002, 8. Mai 2021, 07:00

Wien (OTS) - Hanna ist 8 Jahre alt und hat sich heute voller Stolz das erste Mal alleine ein Eis mit zwei Kugeln gekauft. Was für viele Kinder in Hannas Alter bei wärmeren Temperaturen eine bekannte und routinierte Handlung ist, ist für Hanna, ihre Eltern und ihre Ergotherapeutin ein großes Erfolgserlebnis, denn Hanna ist Autistin.

Ergotherapie Austria, Bundesverband der Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten Österreichs, unterstützt die Forderungen von Menschen mit Autismus nach Chancengerechtigkeit und Endstigmatisierung! Am heutigen Welt-Autismus-Tag wird weltweit nicht nur auf Autismus aufmerksam gemacht, sondern auch – und dies scheint uns besonders wichtig – auf die Hürden, Herausforderungen und Stigmata, mit denen Menschen mit Autismus tagtäglich konfrontiert werden und aufgrund derer die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erschwert wird.

Ergotherapie unterstützt Menschen mit Autismus

In Österreich arbeiten Ergotherapeut*innen in Institutionen, Ambulatorien und in freier Praxis mit Menschen mit einer ASS-Diagnose, die jüngsten Klient*innen haben ein Entwicklungsalter von ca. 1,5 Jahren. Auch immer mehr Jugendliche und Erwachsene finden den Weg in die ergotherapeutische Praxis. Ziel der Ergotherapie ist immer die größtmögliche Handlungsfähigkeit des Menschen in seinem Alltag und die Ermöglichung von Teilhabe. Hierbei geht es beispielsweise um alltägliche Handlungen wie Anziehen, Zähneputzen, mit der Familie frühstücken, der Besuch von Kindergarten, Schule oder Arbeitsplatz und die soziale Interaktion mit anderen Personen. Auch das Umfeld spielt eine entscheidende Rolle. Wichtige Bezugspersonen, wie Eltern, Lebenspartner*innen, Großeltern, Pädagog*innen und Lehrer*innen werden miteinbezogen, um den Alltag und die Umgebung optimal anzupassen. Eine, an den individuellen Alltag angepasste Beratung und Anleitung der Bezugspersonen ist aus ergotherapeutischer Perspektive ein wesentlicher Bestandteil des ergotherapeutischen Prozesses und essentiell für die Gesundheit, Lebensqualität und Teilhabemöglichkeit einer Person. ...
Quelle: OTS0005, 2. April 2021, 07:00

ÖGK schafft flächendeckende Versorgung für ganz Österreich

Wien (OTS) - Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) erweitert laufend die Versorgung für ihre Versicherten und bietet ab dem zweiten Quartal in ganz Österreich Ergotherapie auf Kassenkosten an. Durch eine Rahmenvereinbarung mit dem Bundesverband Ergotherapie Austria wird es möglich, insgesamt 203 Planstellen im ganzen Land zu schaffen und eine flächendeckende, gut erreichbare Sachleistungsversorgung für ganz Österreich sicherzustellen. Außerdem entfällt künftig bei Therapien, die von Vertragsergotherapeutinnen und Vertragsergotherapeuten durchgeführt werden, die Bewilligungspflicht. Gleichartige Regelungen in den Bereichen Physiotherapie und Logopädie sollen noch heuer ausverhandelt werden.

Ergotherapie begleitet Menschen jedes Alters, die in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt, von Einschränkung bedroht sind oder ihre Handlungsfähigkeit erweitern wollen. Das Ziel der Ergotherapie ist es, Menschen bei der Durchführung von für sie bedeutungsvollen Betätigungen im Zusammenhang mit Selbstversorgung, Produktivität oder Freizeit und Erholung in ihrer Umwelt zu stärken. Österreichweit sind dafür 203 Planstellen vorgesehen. Die Stellen werden auf Basis der Einwohnerverteilung im ganzen Bundesgebiet aufgeteilt. Mit 1. April 2021 hat die ÖGK bereits mit 201 Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten Vollzeit- und Teileinzelverträge abgeschlossen und damit 132 Planstellen besetzt. Bisher gab es in vier Bundesländern vertragliche Regelungen, mit der Erweiterung profitiert ganz Österreich vom Verhandlungsergebnis der ÖGK mit dem Bundesverband der Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten Österreichs.

„Ergotherapeutischen Behandlungen kommt in der Gesundheitsversorgung von heute eine wichtige Rolle zu. Sie mindern Leid und helfen nicht zuletzt, die Lebensqualität von Patientinnen und Patienten zu steigern“, sagt Generaldirektor Bernhard Wurzer von der Österreichischen Gesundheitskasse. „Aus diesem Grund war es uns wichtig, schnell eine flächendeckende Versorgung im ganzen Land aufzubauen. ...
Quelle: OTS0033, 31. März 2021, 09:15

Wien (OTS) - Der kalendarische Frühling startet morgen und wird durch zahlreiche Assoziationen begleitet, wie wärmende Sonnenstrahlen, farbenfrohe Blüten, gute Laune und neue Energie. Auch die Gesundheitsförderung als wichtiger Tätigkeitsbereich der Ergotherapie bringt neue Energie, Abwechslung und Farbe in unseren Alltag und hilft uns, unsere gesundheitlichen Ressourcen optimal zu nutzen.

Ergotherapeut*innen unterstützen, die eigene Gesundheit im individuellen Alltag zu verbessern und gesundheitsschädigende Faktoren zu erkennen und zu vermeiden. Der Fokus der Ergotherapie liegt neben Handlungsfähigkeit und Teilhabe auch auf einer Verbesserung bzw. Erhaltung der individuellen Lebensqualität einer Person. Hierfür ist u.a. ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Erwerbstätigkeit, Handlungsrollen, Alltagsroutine, bedeutungsvollen Betätigungen und Erholung notwendig. Zusätzlich spielt die Gestaltung der Umwelt eine zentrale Rolle, denn eine gezielt angepasste Umwelt ermöglicht und erleichtert Handlungen und kann gesundheitsfördernd wirken.

Ergotherapie Austria, der Bundesverband der Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten Österreichs, stellt für Mitglieder Vorträge zu unterschiedlichen Themen im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention zur Verfügung, die in der Gemeinde, dem Grätzl oder dem Bezirk gehalten werden können. Die Vorträge sind für 90 Minuten konzipiert und beschäftigen sich mit verschiedenen Themen rund um Gesundheitsförderung und Prävention im Alltag, wie beispielsweise die Vorträge „Aktiv trotz Arthrose“, „Wer rastet der rostet? Die richtige Balance zwischen Aktivität und Ruhe im Alter“ sowie „Familie versus Berufsleben? Balance von Familie, Beruf und eigenen Bedürfnissen“.

„Es freut mich sehr, dass wir als Interessensvertretung unseren Mitgliedern bereits acht verschiedene Vorträge rund um Gesundheitsförderung und Prävention zur Verfügung stellen können. Damit können wir einen Beitrag für die Gesundheitsförderung bzw. die Gesundheit der Menschen in Österreich leisten. ...
Quelle: OTS0023, 19. März 2021, 07:00

Neue Studie der FH Krems

St. Pölten (OTS) - Bei der Pflege von Angehörigen oder nahestehenden Personen ist es wichtig, auch auf sich selbst zu achten und Tätigkeiten durchzuführen, die Kraft und Wohlbefinden bringen. Pflegende Angehörige, die mit ihren Tätigkeiten zufrieden sind, zeigen weniger Anzeichen einer Depression, sind weniger ängstlich und gestresst. Das zeigt eine neue Studie der FH Krems.

In Österreich pflegt etwa jeder vierte Haushalt Familienangehörige, Freunde oder Bekannte, darunter etwa Kinder mit Entwicklungsstörungen, Demenz-Betroffene oder Personen mit einer neurologischen Erkrankung. „Pflegende Angehörige sind ein essenzieller Bestandteil der Gesundheitsversorgung in Österreich. Ihre Gesundheit zu fördern und zu erhalten, ist besonders wichtig, damit sie in der Lage sind, die Pflege und Betreuung ihrer Lieben aufrecht zu erhalten“, so NÖGUS-Vorsitzender Landesrat Martin Eichtinger.

Die Pflege von Angehörigen kann physisch und psychisch belasten und Einschränkungen bei den eigenen Tätigkeiten mit sich bringen. „Aufgrund der Corona Pandemie erleben Menschen weltweit, wie es ist, geliebte oder besonders wichtige Tätigkeiten nicht wie gewohnt ausführen zu können“, erläutert Mona Dür, Projektleiterin dieser Studie und Studiengangsleiterin für Angewandte Gesundheitswissenschaften an der IMC FH Krems. Sie hat mit ihrem Team untersucht, wie es pflegenden Angehörigen in Österreich geht. Eine wesentliche Rolle dabei spielt die Betätigungsbalance.

Betätigungen bzw. Tätigkeiten haben Einfluss auf Gesundheit und Wohlbefinden. Die Betätigungsbalance beschreibt, wie zufrieden ein Mensch mit der Mischung aller seiner täglichen Aktivitäten ist. Dazu zählen die Tätigkeiten im Beruf (z.B. im Büro) genauso wie die in der Familie (z.B. Pflege von Angehörigen), im Haushalt (z.B. Wäsche waschen) und auch jene zur Erholung (z.B. Musik hören oder Schlafen). Menschen mit guter Betätigungsbalance sind zufriedener. Menschen mit niedriger Betätigungsbalance sind unzufriedener. ...
Quelle: OTS0129, 8. März 2021, 13:33

Wien (OTS) - Nach dem Auftritt einer österreichischen Ergotherapeutin in der Sendung „Ich kann nicht mehr! Leben zwischen Corona und Konkurs“ distanziert sich Ergotherapie Austria – Bundesverband der Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten Österreichs ausdrücklich von den Aussagen der Therapeutin, die hier eine persönliche Ansicht äußert und nicht die Meinung des Berufsstandes wiederspiegelt.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass Ergotherapie, als gesetzlich geregelter und anerkannter Gesundheitsberuf, für die Einhaltung sämtliche Corona Schutzmaßnahmen eintritt, um für Patient*innen ein sicheres und geschütztes therapeutisches Umfeld zu schaffen. Ergotherapeut*innen beachten selbstverständlich alle gesetzlichen Vorgaben, um der Verbreitung des COVID-19 Virus entgegenzuwirken.

Zu den Hygienekonzepten, die jede ergotherapeutische Einrichtung sowohl in freier Praxis als auch in Institutionen umsetzt, gehört neben den vorgeschriebenen Desinfektionsmaßnahmen und der regelmäßigen Testung auch das Tragen von Schutzkleidung und FFP2-Masken als Voraussetzung zur Therapiedurchführung.

Unsere Patient*innen können sich darauf verlassen, dass die notwendigen Therapien unter Einhaltung aller gesetzlichen Vorgaben durchgeführt werden, um die Therapieziele zur größtmöglichen Selbstständigkeit und Teilhabe am Alltag zu erreichen.

Ergotherapie Austria behält sich weitere rechtliche Schritte vor, um den Berufsstand der Ergotherapie einerseits, aber auch die Patient*innen andererseits vor riskanten Vorgehensweisen zu schützen.

Hintergrundinformation: Ergotherapie Austria ist die berufspolitische Interessensvertretung der Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten in Österreich. Der Bundesverband ist ein gemeinnütziger Verein, der es sich zur Aufgabe gestellt hat, die ergotherapeutische Versorgung der österreichischen Bevölkerung sowie berufs-und bildungspolitische Maßnahmen für seine Mitglieder sicherzustellen. Seit der Gründung im Jahr 1969 hat sich Ergotherapie Austria als Partner im Gesundheitswesen etabliert. ...
Quelle: OTS0089, 25. Feb. 2021, 10:47

Ergotherapie Austria bietet Zugang für alle zu Therapie!

Wien (OTS) - Morgen ist Welttag der sozialen Gerechtigkeit. Für Ergotherapie Austria, Bundesverband der Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten Österreichs, bedeutet soziale Gerechtigkeit auch, dass jede Person das Recht und den Zugang zu ergotherapeutischen Leistungen hat. Wenn eine Einschränkung in der persönlichen Handlungsfähigkeit vorliegt oder eine Einschränkung droht - und zwar unabhängig von Faktoren wie Alter, Geschlechtsidentität, sexueller Identität, Herkunft, Einkommen und Wohnort – darf die Ergotherapie kein Luxusgut sein!

Was es bedeutet, wenn der Alltag sich radikal ändert, haben wir alle im letzten Jahr erfahren müssen. Innerhalb weniger Tage wurde unser alltägliches Leben auf den Kopf gestellt und wir standen vor der großen Herausforderung, unsere Aufgaben, Pflichten und Bedürfnisse neu zu organisieren. Plötzlich wurde unsere gewohnte Handlungsfreiheit eingeschränkt und viele unserer bedeutungsvollen Betätigungen sind weggebrochen. Diese Erfahrung ist für die Klient*innen der Ergotherapie keine neue. Aufgabe und Ziel der Ergotherapie ist es, Menschen bei der Durchführung von für sie bedeutungsvollen Betätigungen in ihrer Umwelt zu stärken. Ergotherapeut*innen unterstützen in Krisensituationen die Klient*innen/Patient*innen und helfen ihnen und ihren Bezugspersonen, einen neuen Alltag zu strukturieren, Handlungsabläufe anzupassen und damit neue Routinen einzulernen.

Die Ergotherapie ist eine der ärztlichen Hilfe gleichgestellte Pflichtleistung (§135 ASVG) und sowohl im intramuralen Bereich als auch in der extramuralen Versorgung ein wichtiges Element im Gesundheitssystem. Einen Meilenstein auf dem Weg zu einer niederschwelligen und flächendeckenden ergotherapeutischen Versorgung stellt die bundesweite Rahmenvereinbarung zwischen Ergotherapie Austria und der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) dar: Ab 1. April 2021 wird es dank 203 Planstellen deutlich mehr Kassenplätze für die Bevölkerung geben. ...
Quelle: OTS0131, 19. Feb. 2021, 14:20

Diakonie warnt: Kinder unter Druck - Zehntausende Kinder in Österreich erhalten nicht die für sie notwendigen Therapien

Wien (OTS) - „60.000 Kinder erhalten in Österreich nicht die für sie notwendigen Therapien“, warnt Diakonie Direktorin Maria Katharina Moser angesichts der zunehmenden psychosozialen Probleme von Kindern in der Corona Krise. „Damit sie ihren Alltag bewältigen können brauchen Kinder fachgerechte Unterstützung und Begleitung. Dazu muss der Zugang zu Psychotherapie erleichtert, Therapieangebote und psychosoziale Notdienste außerhalb der Ballungszentren ausgebaut werden“, fordert Moser.
Die Corona-Krise kränkt die Kinderseele. Kopfschmerzen, Einschlafschwierigkeiten, Niedergeschlagenheit und Essstörungen nehmen zu. Verschärft wird die Situation durch beengtes Wohnen und geringes Einkommen im Haushalt.
Es braucht den Lückenschluss von Psychotherapie, Physio- und Ergotherapie, Ausbau der frühen Hilfen für Eltern und Baby und Unterstützung für Kinder mit chronischen Erkrankungen.

Leistbare und verfügbare therapeutische Hilfen

Denn Kinder brauchen Hilfe, wenn sie mit ihrem Alltag und mit sich selbst nicht mehr zu Recht kommen. Zehntausende Kinder in Österreich erhalten nicht die für sie notwendigen Therapien. Es gibt zu wenig kostenfreie Therapieplätze oder elendslange Wartezeiten. Leistbare und verfügbare therapeutische Hilfen sind aber ganz entscheidend für das gute Aufwachsen von Kindern, die gesundheitliche Probleme haben.

Fast ein Viertel der Minderjährigen in Österreich leidet aktuell an einer psychischen Erkrankung. Am häufigsten treten Angstzustände auf, gefolgt von depressiven Leiden. Bei Burschen gibt es mehr Selbstverletzungen und Probleme mit Impulskontrolle, Mädchen sind von Angst häufiger betroffen, besonders gefährdet durch Essstörungen. 14% der Kinder in Österreich brauchen therapeutische Hilfe bei Depression, Angstzuständen, Trauer oder traumatischen Erlebnissen, sagt uns die Mental Health Austrian Teenagers-Studie. ...
Quelle: OTS0037, 16. Feb. 2021, 09:36

Es braucht sofort einen geregelten Zugang zur Corona-Schutzimpfung für selbstständige Ergotherapeut*innen

Wien (OTS) - 20.01.2021 - Während in der ZIB 2 gestern Daten einer Krankenkasse aus Deutschland präsentiert wurden, die aufzeigen, dass Ergotherapeut*innen einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, an Corona zu erkranken, wird die Berufsgruppe der Ergotherapie in Österreich bei der Priorisierung weiterhin zu wenig berücksichtigt. Bis heute liegen dem Berufsverband der Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten keine konkreten Informationen darüber vor, in welcher Gruppe die freiberuflichen Ergotherapeut*innen in den bundeslandspezifischen Impfstrategien gereiht sind. Ergotherapie Austria fordert eine unmittelbare Reihung von Ergotherapeut*innen und eine transparente Kommunikation der Organisation.

Das wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) hat in einer ausführlichen Pressemitteilung im Dezember 2020 die Analyse der Arbeitsunfähigkeitsdaten der AOK-Mitglieder (deutsche Krankenkasse) von März bis Oktober 2020 präsentiert. Die Ergebnisse beziehen sich auf die „Arbeitsunfähigkeitsmeldungen der AOK-versicherten Beschäftigten, die im WIdO bis zum 27. November 2020 vorlagen. Krankschreibungen mit den dokumentierten Diagnosen für Covid-19 mit Nachweis des SARS-CoV-2-Virus (ICD-10 GM: U07.1!) sowie für den klinischen Covid-19-Verdacht ohne Virusnachweis (ICD-10 GM: U07.2!)“. Die Berufsgruppe der Ergotherapie gehört zu den zehn Berufsgruppen mit den höchsten Fehlzeiten im Zusammenhang mit Covid-19 und zwar an dritter Stelle, nach den Berufen in der Kinderbetreuung und -erziehung und den Medizinischen Fachangestellten (ohne Spezialisierung).

Ergotherapeut*innen arbeiten unmittelbar am und mit dem Menschen. Aufgrund der Behandlungsdauer von durchschnittlich 60 Minuten sowohl im pädiatrischen Umfeld, als auch in der Therapie von neurologischen, orthopädischen und geriatrischen Patient*innen, besteht ein stark erhöhtes Infektionsrisiko. Dennoch gibt es derzeit keine konkreten Informationen bzgl. ...
Quelle: OTS0213, 20. Jan. 2021, 15:51

Wien (OTS) - Ergotherapie Austria, Physio Austria und der Verband der Diaetologen Österreichs sind fassungslos, dass schwangere Ergotherapeutinnen, Physiotherapeutinnen und Diätologinnen, die als Selbstständige freiberuflich arbeiten, von Politik und Entscheidungsträger*innen seit Monaten im Stich gelassen werden.

Für angestellte schwangere Diätologinnen, Ergotherapeutinnen und Physiotherapeutinnen gibt es seit Dezember eine gesetzliche Regelung zur Freistellung aufgrund von COVID-19 (§ 3a Mutterschutzgesetz). Für selbstständige Kolleginnen gibt es keine adäquate gesetzliche Regelung analog zu den Regelungen für angestellt Tätige. Dies ist ein grober Missstand, der keineswegs akzeptiert werden kann. Es geht hier nicht nur um um das Wohl des ungeborenen Kindes, sondern auch um die gesundheitliche und finanzielle Sicherheit der werdenden Mütter.

Sämtliche Bemühungen von Ergotherapie Austria, Physio Austria, dem Verband der Diaetologen und MTD-Austria, dem Dachverband der sieben MTD-Berufsgruppen, blieben bisher erfolglos. Vielmehr wurde die Antwort des Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz auf das letzte Ansuchen von MTD-Austria im Dezember mit den Worten geschlossen, dass das Ministerium keine legistische Maßnahme zur Umsetzung der erhobenen Forderung ergreifen wird.

Es ist nicht tragbar, dass schwangere Kolleginnen zwischen finanzieller Existenz und Gesundheit entscheiden müssen! Ergotherapie Austria, Physio Austria und der Verband der Diaetologen Österreichs fordern, stellvertretend für alle betroffenen MTD-Berufsangehörigen, eine Gleichbehandlung, denn der Schutz von Mutter und Kind darf gerade in der Zeit der Pandemie nicht von der Art der Erwerbstätigkeit einer Kollegin abhängen!

Rückfragen & Kontakt:

Marion Hackl, Präsidentin Ergotherapie Austria
E‐Mail: m.hackl@ergotherapie.at | Tel: 0664 455 60 22

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG ...
Quelle: OTS0041, 19. Jan. 2021, 09:39

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