ErgotherapeutInnenSpielstudio Kindertherapie




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Interview von Spielstudio Kindertherapie

F: Bieten Sie auch selbst Veranstaltungen an (Seminare, Workshops, Gruppen, Vorträge usw.)?

Neben unserem Tag der offenen Tür bieten wir regelmäßig Elternabende zu spezifischen Themen (z.B. 'Mein Kind nimmt keinen Stift in die Hand') sowie Fortbildungen für Kindergärtnerinnen und Lehrerinnen an deren Einrichtungen.
An unserem Standort ZENTRUM, der ja gemeinsam mit der GSIÖ e.V. und dem SI-SeminarInstitut im ZENTRUM FÜR SENSORISCHE INTEGRATION liegt, werden zudem 2x jährlich ein 4-stündiger Informationsabend mit dem Titel 'Manche Kinder sind irgendwie anders...' und Einführungskurse in die Sensorische Integration angeboten. Termine und Preise finden Sie unter www.sensorische-integration.at.


F: Welche wichtige Frage haben Sie in diesem Interview vermisst?

Warum möchten Sie, dass möglichst viele Menschen über Ayres´ Sensorische Integration(R) Bescheid wissen?

F: ... und wie würden Sie darauf antworten?

Weil 10-15% der Kinder von sensorischen Integrationsstörungen (d.h. Schwächen in der Verarbeitung von Sinnesinformationen aufgrund neurologischer Funktionsstörungen) haben, die ihre Alltagsbewältigung beeinträchtigen. Die Kinder selbst und ihre Familien leiden unter diesen Störungen, die von den Krankenkassen gerne als 'minimal' und 'nicht krankheitswertig' abgetan werden.
Tatsächlich sind die Auswirkungen auf die Verhaltensorganisation, den psycho-emotionalen Zustand und die sensomotorische Entwicklung oft gravierend. Viele hyperaktive Kinder zeigen das hyperaktive Verhalten, weil sie aufgrund einer sensorischen Hyporesponsivität permanent auf intensiver Reizsuche sind.
Mein besonderes Mitgefühl haben jene Kinder, deren Gehirn überempfindlich auf bestimmte Reize reagiert (z.B. Berührungen oder Gerüche). Ohne entsprechende Aufklärung werden sie von ihrer Umwelt immer wieder regelrecht dazu vergewaltigt, diese unangenehmen und teilweise schmerzhaften Empfindungen über sich ergehen zu lassen (z.B. 'Du musst das essen.')
Ein breiteres öffentliches Bewusstsein für diese Art von Störungen würde vielen Kindern das Leben erleichtern, weil ihnen die Erwachsenen verständnisvoller begegnen, ihre Eigenarten mehr respektieren und Hilfe bei Fachleuten - ErgotherapeutInnen mit der Zusatzausbildung S'I-Therapie original' - suchen würden!


Fach-Interview von Spielstudio Kindertherapie

F: Was ist Ergotherapie?

Im Fokus der Ergotherapie steht die Beschäftigung: die sinnvolle, zweckmäßige, zielgerichtete und effiziente Aktivität. Sinnvolle Beschäftigung steigern die physische und psychische Lebensqualität und haben erwiesenermaßen eine gesundheitsfördernde Wirkung. ErgotherapeutInnen unterstützen ihre PatientInnen und KlientInnen - egal ob jung oder alt, ob hochbegabt oder geistig behindert, ob körperlich, seelisch oder sensorisch beeinträchtigt - dabei, sich möglichst selbstständig und zufriedenstellend (wieder) sinnvoll beschäftigen zu können und damit die vielfältigen individuellen Anforderungen des Alltags leichter bewältigen zu können.

'Sinnvolle Beschäftigung ist zugleich das Mittel und das Ziel der Ergotherapie.'


F: Was ist der Unterschied zwischen Physiotherapie und Ergotherapie?

Die Motorik ist für die Ergotherapie eine von zahlreichen Komponenten des Beschäftigungsverhaltens bzw. der Handlungsfähigkeit. Als Ergotherapeutinnen sind wir weniger auf die Motorik spezialisiert als die Physiotherapeutinnen, weil unser Augenmerk auf der Handlungsfähigkeit liegt. Das heißt, es geht in der Ergotherapie um die sinnvolle, zweckmäßige Nutzung der Motorik, um ihren Gebrauch. Darüber hinaus haben wir in der Ergotherapie aber ebenso den Gebrauch der Sensorik, der kognivien und der sozialen Fähigkeiten für ein zufriedenstellendes Beschäftigungsverhalten im Auge.





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